Was ist , was macht, wie behandelt ein Psychiater?
(nach einem Informationsblatt des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte BVDN)

Ein Psychiater ist ein Facharzt, der sich mit allen Gesundheitsstörungen beschäftigt, die Seele und Geist eines Menschen betreffen, seien sie seelischen oder körperlichen Ursprungs.
Er untersucht und behandelt krankhafte Veränderungen und Störungen der Gefühle, des Denkens, der Stimmungen, des Gedächtnisses, des Erlebens und Verhaltens, die durch aktuelle Erlebnisse, zurückliegende belastende lebensgeschichtliche Ereignisse, durch seelische Konflikte und zwischenmenschliche Spannungen, aber auch durch Veränderungen des Gehirnstoffwechsels und der Gehirnsubstanz verursacht sind.

An Symptomen können z.B. auftreten:
Ängste, Depressionen, Zwangsgedanken, Wahrnehmungsstörungen, vielerlei körperliche beschwerden, Störungen der Sexualität, Störungen von Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit.

Erkrankungsbeispiele:

Was macht ein Psychiater?
Zuerst spricht der Psychiater mit Ihnen eingehend über die vorhandenen Beschwerden, darüber wie und in welchem Zusammenhang sich diese Beschwerden entwickelt haben und über Ihre persönliche Situation und seelische Entwicklung.
Seine Untersuchungsinstrumente sind Auge und Ohr, sind die Fragen, die er stellt. Er stützt sich auf Ihre Schilderung der Beschwerden und auf das Gespräch über Ihre persönliche Situation. Dabei kann es sein, dass sehr persönliche und intime Bereiche erörtert werden, was oft notwendig ist, um die Krankheit zu erkennen.
In diesem Gespräch wird der Psychiater versuchen, sich ein Bild über Ihr gesamtes Befinden zu machen.

Zusätzliche Untersuchungsmethoden:

Wie behandelt ein Psychiater?
Nach der Diagnostik vereinbart der Psychiater mit Ihnen einen Behandlungsplan. Darin können folgende Therapiemethoden enthalten sein:

Falls der Psychiater die Psychotherapie nicht selbst durchführen kann, wird er Sie an einen geeigneten ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeut zur Mitbehandlung überweisen.
Falls notwendig, wird er eine stationäre Behandlung vereinbaren oder Ihnen den Kontakt zu anderen wichtigen Institutionen bahnen, die begleitende Angebote machen wie sozialpsychiatrische Dienste, Suchtberatungsstellen, Ergotherapeuten, Selbsthilfegruppen und andere.


Detaillierte Erläuterungen zu den Krankheitsbildern:


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